Vedische Mathematik

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Die altindische Kultur ist mehrere tausend Jahre alt und hat seine eigene Geschichte in der Mathematik. Es wird behauptet, dass sie die älteste Rechenkunst der Welt ist. Der indische Mathematiker Bharati Krishna Tirthaji (1884 – 1960) beschreibt in den Veden, den uralten indischen Texten, die Regeln der vedischen Mathematik, die er gelehrt hat.

Leider steht uns heute nur ein kleiner Teil seiner Arbeit zur Verfügung, dieser beschreibt beispielsweise eine Methode, mit der selbst Grundschüler in der Lage sind, komplexe Gleichungen zu lösen. Für diese Methode muss man lediglich das kleine Einmaleins bis zur 5 können, den Rest kann man dann sehr schnell im Kopf berechnen. Aber selbst für das kleine Einmaleins hat er eine Methode, die ganz ohne Auswendiglernen funktioniert.

Vedisch bzw. Veda bedeutet „ganzheitliches Wissen in Verbundenheit mit der Natur“. Das ganzheitliche Wissen besteht aus zwei Teilen, der Ayurveda, ein Begriff der den meisten Menschen geläufig ist, und der vedischen Mathematik. Die Inder erreichen mit dieser Rechenkunst eine hohe Effektivität. Sie haben Methoden, komplexe Rechnungen sehr schnell im Kopf zu lösen. Die schriftlichen Rechenmethoden sind Platz sparend und erfolgen in nur wenigen Zeilen. Außerdem kann das Ergebnis nicht nur von links nach rechts, sondern auch von rechts nach links errechnet werden.

Diese effektive Mathematik wird weltweit in Workshops und Kursen an Universitäten und Schulen unterrichtet, so z.B. in Indien, England u.a. an der Oxford Universität, Australien, Niederlande, Schweden, Kanada und den USA. In Amerika nehmen Schüler und Studenten an teuren vedischen Mathematikkursen teil, damit sie schneller und fehlerfreier rechnen können, um die Eingangstest der Universitäten bestehen zu können. An vielen Eliteuniversitäten wird das vedische System gelehrt.

Die vedische Mathematik beinhaltet all das, was man in der Schule lernt, nur mit viel effektiveren Rechenmethoden. Sie basiert auf 16 Regeln (Sutren) und 13 Sub-Sutren, also untergeordnete Regeln. Diese können auf die verschiedenen Rechenarten angewandt werden. Es funktioniert selbst in komplexeren Bereichen der Mathematik wie beispielsweise der Integralrechnung.