Jonglage & Co. #Gehirntraining

              DANIEL JAWORSKI

lernen lieben lernen - improve your brain



Die Jonglage als aktives #Gehirntraining

Daniel Jaworski / Foto: Pia Malmus 2014 HNA
Daniel Jaworski / Foto: Pia Malmus 2014 HNA

Probiert hat es sicher jeder schon einmal: zwei oder mehrere kleine Gegenstände durch die Luft zu wirbeln und auch wieder aufzufangen. Die Sportart Jonglieren kann mit wenigen Mitteln „mal so zwischendurch“ praktiziert werden - und hat außerdem eine Menge Vorteile! Gesundheitlich profitiert der Körper auf jeden Fall davon, wenn man ab und zu ein paar Bälle fliegen lässt.

Jonglieren ist nicht nur ein schöner Freizeitspaß für Kinder, sondern kann genauso gut von Erwachsenen ausgeübt werden. Das Schöne ist: Jonglieren kann man fast überall. Man braucht lediglich zwei oder mehrere gleichgewichtige Gegenstände und ein klein wenig Platz um sich herum. Und schon kann es losgehen: Ob allein, zu zweit oder in einer Gruppe - Jonglieren macht Spaß, fördert unter anderem die Konzentrationsfähigkeit, die Intelligenz und schult die Beweglichkeit.

 

Eine solche Studie stammt von Johansen-Berg (Universität Oxford), bei der sie mit Hilfe eines Kernspintomografen die Gehirnsubstanz von 48 jungen Erwachsenen untersuchte, die noch nicht jonglieren konnten. Eine Hälfte unterzog sich darauf einem sechswöchigen Training und übte 30 Minuten am Tag. Bei der Untersuchung danach stellte man bei den Jonglierern eindeutige Veränderungen in der weißen Gehirnsubstanz fest. Solche Versuche zeigen, dass das Gehirn auch bei Erwachsenen “formbar” und anpassungsfähig, allerdings muss es nicht Jonglieren sein, denn jede Art, das Gehirn zum Arbeiten zu bringen, wie die Beschäftigungen wie Kreuzworträtsel lösen, aber auch Spazieren gehen fördern den Aufbau neuer Gehirnstrukturen. Ohne weiteres Training verkleinerten sich diese Bereiche allerdings in nur drei Monaten wieder.

 

„Meinem Erachten nach sollten Kinder von klein auf bis mindestens zum Ende des Studiums begleitend jonglieren, um so die Schulzeit und das Studium leichter zu absolvieren.“

 

Einige positive Wirkung des Jonglierens auf den Körper:

 

Ihre Sprachleistung verbessert sich. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Jonglieren das Kleinhirn anregt. Hier befindet sich das Sprachzentrum. Durch regelmäßiges Üben können Sie Ihre Ausdrucksfähigkeit um bis zu 60 % steigern.

 

Feinmotorik und Geschicklichkeit können Sie erhöhen. Jonglieren verlangt von Ihnen präzise Bewegungen. Nach einiger Zeit wirkt sich das auch in Ihrem Alltagsleben aus. Sie sind sicherer in Ihren Bewegungen, vorsichtiger und genauer.

 

Sie steigern Ihre Reaktionsfähigkeit. Schon ein kleines Zucken der Wurfhand reicht, und der Ball verlässt seine Idealkurve. Schnell müssen Sie reagieren, wollen Sie ihn dann noch auffangen.

 

Sie können sich besser konzentrieren. Ständig müssen Sie die Bälle genau im Auge behalten – das funktioniert nicht, wenn Sie an andere Dinge denken.

 

Ihre Merkfähigkeit verbessert sich. Jonglieren lockert Ihre Muskeln. Nur bei lockeren Muskeln können die Nerveninformationen besser durch den Körper fließen und vom Gehirn leichter aufgenommen werden.

 

Sie werden entspannter. Die runden, gleichmäßig fließenden Bewegungen beim Jonglieren wirken außerordentlich beruhigend. Es ist erwiesen, dass Menschen, die jonglieren, entspannter sind und weniger unter Stress stehen.

 

Sie werden selbstbewusster. Schaffen Sie es, die bunten Bälle dauerhaft in der Luft zu halten, ist das Erfolgserlebnis besonders groß. Das gibt Selbstsicherheit und Mut. Zudem senkt das Jonglieren Ihre Frustrationsrate.

 

Wussten Sie schon, dass Jonglieren vor über 100 Jahren sogar zur Lehrerausbildung gehörte? Man hatte damals schon erkannt, dass es das komplexe Denken schult und beide Gehirnhälften miteinander vernetzt. Dadurch bilden sich im Gehirn neue Verknüpfungen - das Denken verbessert sich.

  

„Weitere Gedächtnisspiele sind das Training mit Storycubes, kleine Würfel große Macht. Hier wird die Kreativität, Fantasie, Assoziationskraft trainiert. Das Memoryspielen fördert die Konzentration und Merkfähigkeit. Hier kann ein interessanter Effekt beobachtet werden. Stoppen sie die Zeit des Spiels mit ihrem Kind. Spielen Sie jeden Tag eine Runde, nach einer Woche stoppen Sie wieder die Zeit und werden merken, dass das schnelle Merken trainiert wurde und die Spiele schneller ablaufen.“